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Fragmente des Schreckens

Mit Freunden habe ich diesen Kurzfilm produziert:

Männlichkeit, Gewalt und Projektionen (kurze Version)

Die rechtspopulistische Tenor zu den Ereignissen aus der Kölner Silvesternacht ist eindeutig: Männer aus „arabischen“ kulturellen Kontexten „importieren“ eine neue sexuelle Gewalt in die westlichen Gesellschaften. Die linke Gegenreaktion: Das ist falsch, denn beispielsweise am Oktoberfest sehe man, dass es auch im Westen eine rape culture gebe. Ich möchte diese Diskussion um eine paar grundlegende Gedanken über das Verhältnis von Männlichkeit und Gewalt ergänzen, die ich in dieser Form bisher noch nicht wiedergefunden habe. Wohlgemerkt unvollständig und kursorisch. (mehr…)

Sieben Jahre

Vor 7 Jahren hat das Projekt halbstark begonnen. Ein Viertel meines Lebens hat es mich damit begleitet. Aus diesem Anlass möchte ich ein wenig sentimental werden und ein paar meiner eigenen Lieblinge wieder in Erinnerung rufen, aber auch die Entwicklung des Blogs und meine eigene poetische Krise reflektieren. (mehr…)

Kritik des Pferdes

Ich gehe gerne mal bei Zeiten
auf einen Hof zum Ponyreiten.
Prompt wird sich zu dem Pferd bequemt,
Bewegung ist mir nun verfemt.
Ich throne stolz auf seinem Rücken
und lock‘ das Vieh mit Zuckerstücken.
Da sprech‘ ich klug zum dummen Gaul:
„Hier oben sitz’ ich träg‘ und faul,
genieße all das Pittoreske:
die Landschaft Kunst, der Himmel Freske.
Die Schönheit dieser Welt berührt
mich tief und du du wirst geführt:
Nach meinem Willen musst du trappen;
dein Blick verstellt durch Augenklappen.
Ich bin der Herr und du der Knecht.
Man zwang dich nieder, es ist Recht.“
Da dringt ein Schnaufen aus den Nüstern,
aus tiefer Stille kommt ein Flüstern:
„Es ist beachtlich“ sprach der Hengst
„was du, du Mensch, so lauthals denkst.
In euren kleinen Menschenköpfen
regiert die Kunst, doch herrscht das Schröpfen.
Jedoch, mein Herr, sei dir gewiss,
dass das noch nicht das Ende is‘.
Du hast mich nötig, denn ich trage
all deine Lasten ohne Frage.
So bleibst du schwach und ich werd‘ stark
und irgendwann schon kommt der Tag,
An welchem meine großen Mühen
in neuem Glanze werden blühen.
Dann werf ich dich von deinem Thron:
und galoppier befreit davon.“ (mehr…)

Ante mortem

Sein Lebensweg ist schnell erzählt:
Geburt, geschafft, Gebrechen.
Es hatte ihn seit je gequält,
Doch trug er stolz das Stechen.

Er nahm sein Los verzagt in Kauf:
Er wurd‘ geleimt, blieb kleben.
Sein makelloser Lebenslauf:
Ein nicht gelebtes Leben.

Es hatte ihn verdorben
Eh’ sich ein Ausweg bot.
So ist er längst gestorben
Und wartet auf den Tod.