Stille Post

Die Eltern wollten, dass du lernst
Das Spiel im Kaufmannsladen.
Es ist soweit: Aus Spaß ward Ernst
Und du erträgst den Schaden.

Mutiert so schnell die Kinderhand
Zur allergröbsten Pranke?
- Der Zauber wird in Glas gebannt
Und stirbt selbst als Gedanke.

Ich seh‘ dich heute tränenblind
Durch’s „wahre Leben“ staksen,
Spielst eifrig „Vater, Mutter, Kind“
Und glaubst dich noch erwachsen.

Anmerkung:
Traurig eine Welt, in der die Realität nicht zum Kinderspiel wird, sondern das Kinderspiel zu Realität verkommt.
Schön ist ein Jugendtraum

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17 Antworten auf „Stille Post“


  1. 1 Morph 25. September 2012 um 3:30 Uhr

    In letzter Zeit hast du viele gute Gedichte geschrieben, die mir aber persönlich nicht sooo zusagten. Das hier gefällt mir, weil ich diese Art von Aussage mag. Mach dein Ding, aber schreib ab und an sowas, ja? ;) Nein, mach einfach dein Ding, und schreib natürlich, was du schreiben willst!

  2. 2 Emil 27. September 2012 um 10:28 Uhr

    Lieber Morph,
    schön, wieder was von dir zu hören (Ich weiß, ich bin mit meinen Kommentaren in den letzten Monaten sehr geizig).
    Mittlerweile lasse ich mir wieder mehr Zeit mit den Gedichten und so wird weniger veröffentlicht, aber besseres, wie ich finde.

    Liebe Grüße,
    Emil

  3. 3 Morph 01. Oktober 2012 um 0:43 Uhr

    Was ist denn dein derzeitiger Favorit in Sachen selbstgeschriebene Gedichte?

    Dass Leute mit Kommentaren geizen, trifft nicht nur auf dich zu. Ich habe das Gefühl, dass dies momentan bei sehr vielen der Fall ist. Sehr schade, wie ich finde, aber nicht zu ändern.

  4. 4 Emil 01. Oktober 2012 um 14:59 Uhr

    Mein eigenes Lieblingsgedicht ist Recherche du temps perdu, weil es mir persönlich sehr viel bedeutet. Aber viele andere mag ich auch und lese sie selber gerne. :-)

    Ich glaube, das Problem mit dem Kommentieren besteht darin, dass man meist etwas Kluges schreiben möchte. Oft findet man ein Gedicht oder einen sonstigen Post aber einfach nur gut, ohne es weiter ausführen zu können und eine solche bloße Zustimmung hält man dann für wenig nennenswert.

  5. 5 Morph 01. Oktober 2012 um 22:51 Uhr

    Das ist auch definitiv eins deiner Besten. Habe es ja damals auch verlinkt, weil ich`s so gut fand und immer noch finde.
    Ich überlege, ob ich mich auch mal wieder an eins wagen sollte. Mal schauen.

  6. 6 Moritz 21. Oktober 2012 um 14:15 Uhr

    Die letzte Strophe ist wirklich genial. Man sollte sie einfach irgendwo in der Stadt aufhängen.

  7. 7 Emil 21. Oktober 2012 um 14:54 Uhr

    Der Titel einer meiner Texte (Wissen macht Ⓐ) ist an verschiedenen Wänden in Osnabrück zu finden. :-) Die letzte Strophe ist übrigens als erstes entstanden, schon vor 1 oder 2 Jahren. Diese Verse lagen lange zusammen mit ein paar Assoziationen in der Schublade. Bei einem Spaziergang gelang es mir dann, die Gedanken in Verse zu kleiden. Leider hat es das Räuber-und-Gendarm-Motiv nicht ins Gedicht geschafft.

  8. 8 Morph 30. Dezember 2012 um 22:56 Uhr

    Hey Emil, aus der Überlegung, mal wieder ein Gedicht zu schreiben, ist tatsächlich was geworden. Falls du also Bock hast, es zu lesen:

    gofreak.blogsport.de/2012/12/30/wer-rastet-fliegt-raus

    Guten Rutsch ins neue Jahr! ;)

  9. 9 Morph 09. Januar 2013 um 17:38 Uhr

    Emil, wann kommste denn mal wieder mit paar Reimen umme Ecke?

    Ich hab mal wieder paar Zeilen geschrieben:
    http://gofreak.blogsport.de/2013/01/09/besserwisserpisserschwein/

    Falls du also Bock hast, es zu lesen

    ;)

  10. 10 Emil 12. Januar 2013 um 12:28 Uhr

    Ich kann leider noch nicht sagen, wann ich mal wieder etwas posten werde, da ich derzeit viele andere Dinge um die Ohren habe und selten zum Schreiben komme.

  11. 11 Morph 12. Januar 2013 um 14:40 Uhr

    Schade schade, aber wenn, sag Bescheid! Ein schönes Wochenende wünsch ich!

  12. 12 Doreen Malinka 03. März 2013 um 2:34 Uhr

    Hallo Emil,

    klasse Deine Gedichte !!!

    Doreen

    PS.:
    Du weißt ja bereits, dass ich Lyrik mag und auch die Satire, nicht nur, um sie zu lesen … :0)

  13. 13 Doreen Malinka 03. März 2013 um 2:42 Uhr

    Hallo Emil,

    vom vielen rauf und runter lesen, habe ich mich im Vornamen vergriffen; Verzeihung!

    Wo waren nur meine Gedanken:0( …. :0)

    Doreen

  14. 14 Emil 03. März 2013 um 11:39 Uhr

    Liebe Doreen,

    schön, dass dir meine Gedichte gefallen. Aber ich wusste bisher nicht, dass du Lyrik magst, da ich dich ja gar nicht kannte. Oder täusche ich mich?

  15. 15 anthraxit 25. April 2013 um 1:17 Uhr

    Also so langsam…
    könnte mal wieder was passieren auf diesem Blog.

  16. 16 Emil 25. April 2013 um 14:48 Uhr

    Vorweg: Es ehrt mich sehr, dass sich in letzter Zeit die Anfragen nach neuen Werken häufen. Dennoch werde ich, wenn mir kein Gedankenblitz kommt, leider in naher Zukunft auf diesem Blog nichts veröffentlichen. Aus verschiedenen Gründen, u.a. aus schlichtem Zeitmangel, aber auch aufgrund einer gewissen „künstlerischen Krise“, was sich nun spektakulärer anhört als es gemeint ist.
    Trotzdem möchte ich betonen, dass Halbstark nicht beendet ist, sondern lediglich für unbestimmte Zeit pausiert.

  1. 1 Poesie gegen die Verhältnisse « Anthraxit Pingback am 05. Dezember 2012 um 15:49 Uhr

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