Archiv für April 2012

Ein Besuch

Ich werde dich besuchen,
Obwohl du selber nie erscheinst.
Dann gibt es Tee und Kuchen
Und alles ist wie einst.

Dann schwelgen wir im Gestern.
So ist es längst nicht mehr.
Wir waren einst wie Schwestern,
Doch das ist lange her.

Du hast nur wenig Stunden
Für mich. (Was du verneinst)
Sie schrumpfen zu Sekunden.
Die Sanduhr tropft wie einst.

„Die Zeit erlaubt kein Schwächeln“,
So ich: „es ist wie einst.“
Ich seh’ dich zaghaft lächeln
Und spüre doch, du weinst.

Früh merke ich dein Hasten,
Noch lässt es mich nicht kalt.
Ich will dich nicht belasten
Und lüge noch „Bis bald.“