Archiv für November 2011

Sonett von der Empfindsamkeit

Du, der durch lange Fiebernächte
Mit Wahnsinn und mit Zweifel ringt;
Dem krank und traurig nichts gelingt
Was Menschen Glück und Frieden brächte.

Der lieber heute noch als Morgen
Mit einem letzen Todesschuss,
Voll Pathos sich in Hochgenuss
Entledigt aller seiner Sorgen.

Lass ab von deinen Todesplänen,
Zu viele starben deren Leid
In Menschen hätte Licht entfacht.

Und weine tapfer deine Tränen.
Es lebe die Empfindsamkeit,
Die Menschen erst zu Menschen macht.
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