Archiv für August 2011

Meine Kiesel

Was im Gedicht mir leicht erscheint,
Im Leben ist’s beschwerlich.
Dort sind mir Worte spinnefeind
Drum nutz‘ ich sie nur spärlich.

Denn schreibend kann der Sprache ich
Das schöne Wort entlocken.
Nur sprechend press’ ich mühselig
Hinaus die groben Brocken.

Doch Schweigen mochte ich noch nie,
Ich mag die Kontroverse.
Daher verwandelte ich die
Gedanken schlicht in Verse.

Ich würde ohne das Problem
Wohl nichts poetisieren.
So kann ich es für mich seitdem
Als Makel akzeptieren.