Archiv für März 2011

Mann in der Grube

Es sitzt ein Mann bedrückt
In einer kargen Grube.
Sie ist – es klingt verrückt –
Sein Heim und seine Stube.

Er sieht oft hoch hinauf
Zum Himmel und den Sternen
Doch käme er nie drauf
Sich jemals zu entfernen.

Gern flöh’ er in die Welt
Der großen Abenteuer.
Doch unten schützt und hält
Und wärmt ihn noch sein Feuer.

Die Flucht bleibt Utopie;
Er schürt das Feuer weiter,
Dafür verbrennt er sie,
Die Sprossen seiner Leiter. (mehr…)

Zweifel

Was sollen solch Mahnwachen
- Wenngleich es auch an jeder Stelle zirpt -
Noch gegen den Wahn machen,
durch den das Leben bis zur Zelle stirbt?

Den Fall wird kein Umdenken lösen.
Man weiß, dass es lebzeitig strahlt.
Kein Mensch wird nach dem Umlenken dösen,
Weil jeder Mensch unstreitig zahlt.

Deutsche Zustände 2011

Warum schreien die so?fragt sich heute ein Journalist der Nürnberger Zeitung (NZ). Gibt es einen Grund? (mehr…)

Queerstellen

Ob Frau, ob Mann: Das sind doch nur Schablonen,
In die uns die Gesellschaft zwängt und hält.
Drum Mensch, bekämpfe diese Konstruktionen:
Die Zeit ist reif, es wird sich Queer gestellt!

Anmerkung:
Nur indirekt zum Weltfrauentag. Eigentlich eine Antwort auf dieses Gedicht.