Sonett vom Frühling

Was jemals hier ist groß geworden
Verdorrt mit eurem Stiefeltritt.
Statt Liebe möchte jeder Schritt
Die Blumen dieser Welt ermorden.

Ihr trampelnden und dumpfen Horden,
Naturbeherrschung und Profit
Bedienen das System als Kitt,
Für das ihr euch verleiht noch Orden.

Den Frühling könnt ihr nicht verhindern!
Belanglos werden eure Mühen
Verloren gehen in der Zeit.

Was ihr auch werdet tun, den Kindern
Ermordeter erscheint ihr Blühen
Als Sieg in der Unendlichkeit.

Anmerkung:
L14 bleibt! Alle bleiben!

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3 Antworten auf „Sonett vom Frühling“


  1. 1 Juli 02. Februar 2011 um 1:25 Uhr

    oh je, ich fühle mich ein bißchen betreten, aber was ist L14?

    GLG,
    Juli

  2. 2 Emil 02. Februar 2011 um 1:45 Uhr

    L14 meint die Liebigstraße 14 in Berlin. Dort ist seit mehr als 20 Jahren ein Haus besetzt; vielen Menschen ein Zuhause und kultureller Ort. Heute soll das Projekt polizeilich geräumt werden.
    Hier ist ein Interview zu dem Thema: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/329397/329398.php

  3. 3 Juli 02. Februar 2011 um 11:25 Uhr

    Oha – die taz hat sogar einen Liveticker dazu: http://taz.de/1/berlin/artikel/1/live-ticker-raeumung-liebig-14-berlin/

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