Grenzen der Aufklärung

Kind, jetzt musst du tapfer sein,
Alt bist du dies Jahr genug.
Schluss mit Illusion und Schein,
Götzenbild und Priestertrug.

Dein Geschenk bringt kein vergreister
Mann mit Bart, der nichts vergisst.
Nein, mein Kind, es überweist der
Mann, der dein Erzeuger ist.

Du hast nichts von Jesu Liebe,
Da hilft auch kein Kirchenchor.
Doch sei deshalb gar nicht trübe.
Dafür liebt dich der Pastor.

Hüte dich vor Orthodoxen,
Denn bedenke, dass ihr Gott
Nur ein Wahn ist von Hornochsen
Und dem Leben purer Spott.

Nach dem Tod was zu erwarten
Ist naiv; dem Unrat gleich
landen wir im adäquaten
Erd- anstatt im Himmelreich.

Merk‘ dir dies von Kindesbeinen
An, falls du das Haus verlässt. -
Ach, mein Kind, was musst du weinen,
Es ist doch ein frohes Fest?

Anmerkung: Dieses Gedicht anstelle der Süßigkeit in den Nikolausstiefel packen!

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2 Antworten auf „Grenzen der Aufklärung“


  1. 1 Katharina 08. Dezember 2010 um 0:23 Uhr

    Viel besser als Schokolade!

  2. 2 Emil 08. Dezember 2010 um 1:47 Uhr

    Erklär’ das mal ’nem heulenden Dreijährigen. :-)
    Es freut mich übrigens sehr, dass du mal kommentierst.

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