An die Institution Kirche

Wenn der liebe Gott erführe
Was auf Erden ihr so tut,
Schmiss er euch rasch vor die Türe
Seines Hauses: resolut.

Säh’ er euch noch ihn anbeten,
Packten ihn die Wut und Graus,
Wütend würd’ er dann austreten,
Aus der Kirche, seinem Haus.

Gäbet ihr ihm keinen Frieden,
Ließt ihn gehen auf den Leim,
Wär’ aus Not dahingeschieden
Er im Strick, und wo: Daheim.

Hätt’ es euren Gott gegeben:
Ach, er würd’ euch nicht verstehn.
Er wär’ längst nicht mehr am Leben
Und würd’ sich im Grabe drehn.

Anmerkung: Das Gedicht ist damals zum Katholikentag in Osnabrück für ein Flugblatt entstanden, welches leider nie in den Druck kam.

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2 Antworten auf „An die Institution Kirche“


  1. 1 Nils 22. April 2011 um 15:32 Uhr

    Hay, vielleicht ein kleiner Tip…
    letzte Zeile „Und würd´ sich noch im Grabe drehn. ?
    aber trotzdem ein schönes Geicht!

  2. 2 Emil 22. April 2011 um 16:26 Uhr

    Hm, ich weiß nicht recht, was du meinst.
    „sich im Grab [um]drehen“ ist eine Redensart und meint „jemand wäre entsetzt, wenn er noch lebte“ (Redensarten Index)

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