Der Felsen

Der Fels vom Wasser fest umschlungen
Bildet in die Tief’ ein Tor.
Aus Dunkelheit hervorgedrungen,
Um zu ragen stolz empor.

Es werden wieder Wellen brechen
An dem steinigen Gemüt.
Er wird zerbersten größte Flächen.
Jeder Tropfen einzeln flieht.

Die Kanten scharfe Löwenzähne,
Spitz wie eine Zunge Spott,
Zerteilen selbst des Wassers Träne,
Perlend in den eignen Tod.

Es wagt kein Vogel eine Landung,
Niemals will er sein zu zweit.
So steht der Felsen in der Brandung
Voller stolzer Einsamkeit.

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1 Antwort auf „Der Felsen“


  1. 1 Christoph 07. Januar 2009 um 23:22 Uhr

    Hmmmm, “Gemüt” reimt sich aber nicht auf “flieht” und “Spott” nicht auf “Tod”^^
    Ansonsten ist auch dieses hier ein sehr schönes Gedicht. Mir gefällt am besten die erste Strophe mit dem “Tor in die Tiefe” :)
    Ist der Felsen jetzt nur ein Synonym für einen ganz bestimmte Person oder beeindrucken dich die Dinger wirklich an und für sich (was bei einem Philosophen irgendwie nicht verwundern würde*gg*)?

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