Das Fest der Liebe

Weihnachten herrscht oft der Wille:
„Diesmal wird es familiär.“
Deshalb heuchelt man Idylle
Fällt es da auch noch so schwer.

Und man lädt entfernst’ Verwandte,
Die man eigentlich nicht mag,
Opa, den Cousine, die Tante,
Ein am ersten Weihnachtstag.

Meistens wird ein Lied gesungen,
Darauf folgt Konversation.
Alles wirkt zwar sehr gezwungen,
Doch es bleibt der gute Ton.

Droht ein Streit zu eskalieren,
Weil es keinen Nenner gibt,
Wird die Mutter Tee servieren,
Das man sich gleich wieder liebt.

Gott sei dank nach ein paar Stunden
Hat die arme Seele Ruh‘.
Niemand hat es schön gefunden:
Aber es gehört dazu.

Da mach’ ich beim „Fest der Liebe“
Lieber ein paar Tage frei
Und streu’ Sand in das Getriebe
Dieser Friedensheuchelei.

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2 Antworten auf „Das Fest der Liebe“


  1. 1 Nils 27. Dezember 2010 um 0:18 Uhr

    Doch wenns so ist
    dass mensch die Liebe,
    wirklich gibt an diesem Tag
    und Tante Onkel doch noch mag
    dann wünschte ich, dass es so bliebe
    doch nicht bloß zum dritten Tag.

    Doch heilig ist gesprochen
    dass mensch diese Feier,
    wahrlich Fest einmal im Jahr
    und ist die Liebe dennoch rahr
    dann schenken sie den goldnen Geier
    doch auf kleinen Münzen jedes Jahr.

    Doch sagt der Glaube
    dass mensch feiern soll,
    friedlich in diesem Monent
    und sei es schon nicht permanent
    dann heg doch bitte keinen Groll
    doch liebe Liebe, in jedem Moment.

    Denn es ist nicht die Religion die uns sagt
    denn es ist nicht der eine Gott der uns fragt
    denn es ist nicht die Kirche die sich wagt
    denn es ist nicht das Geld welches als wls wichtig ragt
    denn es ist doch der Mensch der sich beklagt
    der uns sagt, der uns fragt und der sich wagt
    unsere Liebe definiert und kritisiert.

    Also lasst uns Feiern Tag für Tag und Jahr für Jahr
    unsere Feste unsere Liebe, aussergewöhnlich
    wunderbahr.

  2. 2 Emil 27. Dezember 2010 um 14:56 Uhr

    Dagegen hab ich nichts zu sagen,
    Dass sich die Menschheit fortan liebt
    Doch möchte ich mich wohl beklagen,
    Wenn’s Liebe nur mit Vorwand gibt.

    Da Religionen uns entfremden
    Verkommt die Lieb’ zur Abstraktion.
    Drum schenken ihre letzten Hemden
    Die Gläubigen der Religion.

    Damit sie in den Himmel kommen,
    Weil diese Erde nicht genügt.
    Vertrauen sie dem ewig Frommen,
    der sie und sich nur selbst belügt.

    Da hilft kein Klagen, hilft kein Dichten,
    Wir müssen so wie Heine schrieb
    Das Himmelreich schon hier errichten,
    Dann hat man sich wahrhaftig lieb.

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