Januar:
Der Russe stand im Januar
Gefährlich nahe und der Grund:
Gesine Lötzsch nahm’s Wort mit K
In ihren frevelhaften Mund.
Februar:
In Afrika, der Facebooknutzer,
Rebellisch macht‘ er sich an Werk. -
In Deutschland war er Stiefelputzer
Und kämpfte für zu Guttenberg.
März:
Bis März war alles gut, dann raubte
Ein Super GAU uns jedes Glück.
Denn es geschah, was keiner glaubte
Herr Guttenberg trat doch zurück.
April:
Die Welt erschien verdammt, zerrissen
Doch die Versöhnung kam nicht „late“.
Wir wiegten uns in Sofakissen
Symbolisch mit William und Kate
Mai:
Im Mai wurd‘ Präsident Obama
Dem Friedensnobelpreis gerecht:
Auf sein Geheiß starb Herr Osama
Und schwups, die Welt war nicht mehr schlecht.
Juni:
Der Juni brauchte neue Schurken,
Denn Feindschaft schafft Identität.
Drum wurden Sprossen oder Gurken
Zur Ablenkung als Feind erspäht.
Juli:
Der Terror kam zurück und Trauer
Ergriff direkt den deutschen Mob.
Denn Breiviks Augen warn zu blau, er
War auch zu blond für diesen Job.
August:
In London frönten junge Leute,
Was sie das Kapital gelehrt:
Konsum, Gewalt und fette Beute
Und wurden dafür eingesperrt.
September:
Der Autokrat erhielt Beschwerden:
Sein Handeln hat uns nicht verzückt.
Vertrat er jedoch Gott auf Erden
Warn Hunderttausend schwer beglückt.
Oktober:
Oktober und die Welt schien friedlich,
Kein Hass, kein Krieg, kein Staatsbankett.
Doch weshalb schien es so gemütlich?
- Ich hatte bloß kein Internet!
November:
Mit Abbe, Goethe, Zeiss und Schiller
Beschmückt sich Jena allgemein.
Dann störten plötzlich Nazikiller
Drum rockte man das Image rein.
Dezember:
Steve Jobs verließ die Fans für immer,
Auch Loriot ward totenstill.
Und dann – als ging es nicht noch schlimmer -
Verließ uns auch noch Kim Jong Ill.
Anmerkung:
Hier findet ihr die Jahresrückblicke von 2008, 2009 und 2010.